Aus IHM und IHR wurde WIR
oder in Bildern ausgedrückt
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Anlässlich unserer Hochzeit Anno 2004 haben sich Freunde, Bekannte und Verwandte
zusammengesetzt und all Ihren Wissensschatz über uns zusammengetragen.
Heraus kam ein Text, der unsere Vergangenheit recht amüsant zusammenfasst.
Wer sich also für unsere "Geschichte" interessiert, der darf hier weiterlesen (vorsicht: lang!)...
Zur Hochzeit von
Nicole Vetter und Thomas Kirschning
Es prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch And´res findet.
So musst´ das Brautpaar es erfahren. Es war liiert in vielen Jahren,
nur miteinander war´n sie´s nicht, so einfach ist´s mit denen nicht.
Nach einer Zeit der Einsamkeit, war Thomas irgendwann soweit,
nach Zweisamkeit sich neu zu sehnen. Es ist durchaus hier zu erwähnen,
dass er mit Axel oft geackert und überall sich abgerackert,
hat hier gewerkelt, da gebaut, da gab´s die Zeit nicht für ´ne Braut.
Ob Axel denn ´ne Freundin hat, hat Inge Thomas ´mal gefragt.
"´ne Freundin, hat der Axel nicht, wieso denn auch, der hat doch mich!"
Bei Nici war das umgekehrt! Sie lebte völlig unbeschwert,
sie lebte auf in Saus und Braus, nur selten traf man sie zuhaus´.
Die Freunde haben, unbestritten, in dieser Phase sehr gelitten.
Doch als Brigitte abgebrannt, hat sich die Lage dann entspannt.
Sie zog bei Nici ein im Elternhaus und trieb ihr flugs die Flausen aus.
Die Nici hat, ganz unumwunden, in´s Leben dann zurück gefunden!
Nach dieser kurzen Zwischenzeit, war´n beide irgendwann bereit,
die Freiheit wieder aufzugeben und mit ´nem Partner neu zu leben.
Doch wie und wo soll´t man da suchen, denn Partner backt man nicht wie Kuchen?
Erleuchtung kam, getrennt komplett, versuch´s doch ´mal im Internet!
Es haben beide ´reingeschaut und ihren Augen nicht getraut.
Da ist doch wer, sie könn´s nicht fassen, da ist ein Mensch, der könnt´ mir passen!
"Einsamer sucht Einsame zum Einsamen!"
Sie geh´n es an, bevor´s zu spät, sie treffen sich zu ´nem "blind date".
An einer Tankstell´, das lässt hoffen, da wird sich erst einmal getroffen.
Auf erste Sicht: vertrauensvoll, d´rum stieg ins Auto die Nicole.
2001 zum Maschseefest, davon erleb´n wir heute hier den Rest.
Jedoch für letzte Sicherheit, stand die Nicole daheim bereit.
Das Handy stand den Abend lang für Freundin Nici auf Empfang.
Sie wollt´ sich melden, kurz mal fix: "Hallo Nicole, er tut mir nix!"
Es klingelt nicht, das Ding bleibt still, die Nicole in die Mailbox will.
Wenn´s Handy abgeschaltet ist, dann nutzt er nix, der ganze Mist!
Um 4 Uhr früh rief Nici an: "es war ganz toll, ein toller Mann!
Ich dachte nie, dass es das gibt, vom ersten Blick war ich verliebt."
Bei Thomas musst´ es ähnlich sein, er war entzückt von "Nicilein".
Er dacht´ an sie bei Tag und Nacht, sie hat ihn um den Schlaf gebracht.
Was glaubt ihr wohl, wie´s um ihn stand beim Bruder Mike in Engeland?
Am PC saß er von früh bis spät, sucht Nicilein im Internet.
Sie ist nicht da! Was mach´ ich bloß? Ich hab´ sie kaum, bin ich sie los?
Doch Wochen später, tut nur lauschen, wollte Thomas sie schon tauschen!
Zur Oldie-Party Hildesheim mit Sven und Tanja und den Zwei'n,
da woll´n die Männer, diese Lieben, die beiden Frauen schon verschieben.
Für "Cola-Mädchen", knackig fein, sprach Thomas, tauschen wir sie ein.
Zu Haus´ war Nici ausgeflogen und nach Vöhrum umgezogen.
Zur Frau, die Thomas so verehrte, war´s kürzer als nach Lehrte.
Für Thomas hat sich das gelohnt, hat meistens schon bei ihr gewohnt.
Der Nachbarin hat´s nicht gepasst, genau hat die Frau aufgepasst.
Wenn´s Auto vor der Haustür stand ist ihr das Essen angebrannt!
Doch Thomas störte das nicht weiter und parkte eine Strasse weiter.
Nici´s "Dreißigster", der war ganz toll und Thomas Kirschning knalle voll!
Er hat geschluckt, so wie ein Specht, und plötzlich war´s ihm furchtbar schlecht.
Er sagte: "Tschüß, ich kann nicht mehr." Er dreht sich um, und weg war er!
Zum Frühstück war er wieder fit und aß für alle Ander'n mit.
Von da an war´s in aller Munde:
Die Frühstückszeit ist seine Stunde!
Seit Mai, genau fast vor ´nem Jahr, sind Sven und Tanja nun ein Paar.
Da hat das Unheil angefangen, den Brautstrauß hat Nicole gefangen.
Den Schleiertanz hat Muuh gewonnen, das Schicksal hat den Lauf genommen.
Denn mit dem Brautstrauß war es klar: die Beiden sind das nächste Paar!
Erst hab´n die Zwei sich noch geziert, jedoch beim Flohmarkt ist´s passiert.
Beim Goldschmied werfen guter Dinge, die Beiden ´mal den Blick auf Ringe.
Probieren ´mal zwei auf die Schnelle und nehm´ sie mit, für alle Fälle.
Zum Frühstück ist es äußerst nett in einem warmen Kuschelbett.
Auch Thomas weiß das sehr zu schätzen, d´rum will ´nen Meilenstein er setzen.
Hört zu ihr Leut´, ihr kennt die Kunde:
Die Frühstückszeit ist seine Stunde!
Als alte Kriegslist hat man längst begriffen, im Morgengrau´n wird angegriffen.
So brachte Thomas, der Stratege,seinen Antrag dann zuwege.
Die Nici sitzt im Bett allein, der Muuh kommt mit dem Frühstück ´rein,
gekonnt setzt er´s auf´s Kuschelbett, "ach", denkt die Nici, "ist der nett".
Der Thomas denkt: "sie ist ganz weich, ich mache ihr ´nen Antrag gleich".
Er fragt sie: "Schatz, ja oder nein?" Und siehe da, sie fällt d´rauf ´rein!
"Ja", sagt sie, er ist beglückt, Schnell wird ihr einer aufgedrückt.
"Nici", sagt er, "das ist ja fein! Sag´an, wann soll die Hochzeit sein"?
"Wieso die Hochzeit" fragt sie klein, "ich dacht´ Du schenkst mir Kaffee ein!
Zum Kaffee hab´ ich ja gesagt, nicht dass ich mich mit Dir abplag´"!
"Ha, ha", sagt er, "ich bin der Muuh und mache jetzt den Sack schnell zu!
Das Ja von Dir, das war ganz klar, und nun ist uns´re Hochzeit nah".
"Na ja", sagt sie "im Mai sei´s bald"! Da wurde Beider Kaffee kalt.
Heute nun für Beide fand der Weg sich zu dem Standesamt.
Auf Kirche haben sie verzichtet, d´rum sprach Nicole, so wird berichtet:
"kein Aufstand Leut´, das ist sehr wichtig, wir heiraten doch gar nicht richtig".
Trauzeugen gibt´s bei ihnen keine, denn trauen tun sie sich alleine
und zeugen will der Thomas nicht, wo haben Zeugen da Gewicht?
Schaut man zurück, kann man´s nicht fassen, wie gut sie zueinander passen.
Dem Alkohol wohl zugetan war´n sie von Kindesbeinen an.
Nici´s Oma liebte sehr wohl ab und zu ´nen Kirschlikör.
Auch der von Eiern tat ihr schmecken, Nicole konnt´ aus den Gläsern lecken.
Der Vater wollt´ mit Schönem das Kind beim Einkauf ´mal verwöhnen.
"Mein liebes Kind, was soll´s denn sein"? Da fiel ihr Kirschlikör nur ein.
Und auch ein Cognac stand noch spät im Glase, vom Besuch verschmäht.
Den hat die Kleine ungeniert sich unbemerkt dann zugeführt.
Das hat die Luft ihr weggenommen, sie wär´ dabei fast umgekommen.
Bei Kirschnings war die Mutter Inge der Mittelpunkt für alle Dinge.
Zur Arbeit nachts ging sie zur Post und hat des morgens dann getrost
zum Schlafengeh´n die Tür verschlossen. Das hat den Thomas nicht verdrossen,
den Vormittag allein zu bleiben und sich im Spiel die Zeit vertreiben.
Von der Schul´ kam Michael und weckte seine Mutter schnell.
"Mama," rief er, "komm schnell ´mal her, der Thomas läuft hier kreuz und quer!"
Die Inge hoch vom Bett betroffen, der Bengel ist ja stockbesoffen!
´Ne Flasch´ Martini stand ganz dumm alleine in ´nem Schrank herum.
Drei Viertel hatt´ ganz ungelogen der Thomas sich da ´reingezogen.
Beim Kaufmann dann 3 Tage später, ruft er ganz laut: "Mama, der steht er!
Der schmeckt so gut, den musst du kaufen!" Am liebsten wär´ sie weggelaufen.
Er will auch gern Beschützer sein, das stellte schon recht früh sich ein.
Zwei Nachbarjungen taten´s wagen und wollten Michael an´ Kragen.
Kam Thomsen mit dem Dreirad an, mit seiner tiefen Stimme sprach er dann:
"lasst meinen Bruder los, ihr Feigen, oder muss ich erst vom Dreirad steigen?"
Und Inge fand es auch ganz nett, stieg Thomas ´mal zu ihr ins Bett.
Er kuschelte sich bei ihr an "dein kleiner Ofen bin ich," sprach er dann.
Da bin ich nun geneigt zu fragen: "ist er´s noch heut´, in alten Tagen?"
Doch nun genug mit dem Gerede, es wird mir schon die Zunge spröde.
Hebt Euer Glas wir wünschen Euch zu jeder Zeit: